Gleitsichtlinsen -unser Ratgeber zu Multifokallinsen

Haben Sie in letzter Zeit Veränderungen in Ihrem Sehvermögen festgestellt?

Oder Schwierigkeiten beim Lesen von Speisekarten, beim Sehen bei schwachem Licht oder bei klein Gedrucktem? Sollte Ihnen dies bekannt vorkommen, handelt es sich möglicherweise um Alterssichtigkeit (Presbyopie).

Damit beschreibt man einen normalen, altersbedingten Zustand der Augen, der kein Anlass zur Sorge ist. Mit zunehmendem Alter reduziert sich die Sehqualität in der Nähe und es kommt verstärkt zu Trockenheitsgefühlen.

Nähere Information zu bester Sehqualität im Alter finden Sie in unserem Ratgeberbereich: Gleitsichtbrille

 

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Mehr Informationen zum Thema Gleitsichtlinsen

Die Alterssichtigkeit, auch “Presbyopie” genannt, tritt meist zwischen dem 39. und 45. Lebensjahr auf. Wenn Sie also kleine Schrift zunehmend schlechter lesen und diese nur noch mit einer Lesebrille scharf erkennen können, ist das Verwenden von Gleitsichtlinsen eine präzise und sichere Möglichkeit, Ihre Alterssichtigkeit zu korrigieren.
Je früher Sie sich zu diesem Schritt entschließen, desto besser ist es, da Sie sich im Anfangsstadium der Alterssichtigkeit schneller an dieses System gewöhnen. Der Grund hierfür ist, dass zu Beginn einer Presbyopie der Unterschied zwischen Nähe und Ferne noch nicht so groß ist.

Was versteht man unter Multifokallinse?

Sie ist eine hochentwickelte Kunstlinse mit mehreren Brennpunkten, die Ihnen auf diese Weise das Sehen in unterschiedlichen Entfernungen ermöglicht, ohne dass Sie eine Lese- oder Gleitsichtbrille benötigen. Diese Linsen sind gut verträglich, so dass Sie sie, nicht sichtbar, dauerhaft im Auge belassen können. Die fortschrittlichsten ihrer Art sind die sogenannten “Trifokallinsen”, mit denen Sie sowohl in der Nähe, der Ferne als auch im Zwischenbereich sehen können. Sollten Sie einer Tätigkeit am Computer nachgehen, so ist auch diese Arbeit problemlos möglich. Aber nicht nur die Korrektur der Alterssichtigkeit gelingt mit dieser Linse, sondern auch bei Kurz- und/oder Weitsichtigkeit sowie bei einer Hornhaut Verkrümmung ist sie die optimale Lösung. Die Multifokallinse übernimmt dabei die Scharfstellung von nah und fern.

Eine Linse – mehrere Stärkebereiche

Wenn Sie keine Brillen mögen, dann finden Sie in Gleitsichtlinsen die passende Alternative. Diese Sehhilfen sind seit dem Beginn der 1980er Jahre auf dem Markt. Sie können Sie mit zwei, drei, oder manchmal sogar mit mehreren Stärkebereichen erwerben. Diese Linsen funktionieren ähnlich wie die Zonen eines Gleitsichtglases. Eine der großen Vorteile bei Multifokallinsen jedoch ist, dass sie nach dem Simultanprinzip funktionieren, so dass Sie sich auch nicht, wie bei der Gleitsichtbrille, an eine “Ober- oder Untergrenze” gewöhnen müssen. Denn bei dieser Konstruktion hat das Auge stets Nähe und Ferne simultan vor dem Auge, wobei sich Ihr Gehirn immer die Zone auswählt, die es gerade benötigt.

Worauf sollten Sie beim Erwerb von Multifokallinsen achten?

Am besten ist es, wenn Sie sich diese individuell anfertigen lassen, da sie dann passgenau nach Ihren Pupillengrößen gestaltet werden können. Individuell angepasste und formstabile Multifokallinsen können Sie bis zu 16 Stunden täglich tragen, bei einer Haltbarkeit von ungefähr zwei Jahren.

Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen

Zwischen ungefähr 180 Euro und 600 Euro müssen Sie je nach Typ und Ihrem Auge bei der Anschaffung Ihrer Multifokallinse rechnen, wobei die Pflegemittel noch nicht einkalkuliert sind. Hinsichtlich
der Handhabung und Beschaffenheit sehen die meisten Fachleute keinen Unterschied zu “normalen” Kontaktlinsen. Gefahren, wie beispielsweise das Zerbrechen der Linse während Sie diese tragen, sind bei richtigem Gebrauch zu vernachlässigen, denn so etwas geschieht äußerst selten und verletzt das Auge lediglich in Ausnahmefällen. Geschieht dies dennoch einmal, dann sind solche Verletzungen beinahe stets reversibel.

Worauf Sie dringend achten sollten

Eine größere Gefahr geht von einer falschen Nutzung und Reinigung der Linse aus. Vor allem dann, wenn Sie diese zu lange tragen, ist Neovaskularisation die Folge, also Nährmangelerscheinungen sowie Sauerstoffmangel. Das sind Gefäß-Einwachsungen, die sich in der gefäßlosen Hornhaut bilden können. Empfehlenswert ist es daher, wenn Sie einen Tag Trage-Pause pro Woche einlegen, sollten Sie weiche Linsen bevorzugen. Denn diese Neovaskularisation, die zu ungefähr 95 Prozent bei Trägern solcher Linsen in Erscheinung tritt, kann nicht behandelt werden. Verkürzen Sie daher unbedingt den Rhythmus des Tragens, um Ihrem Auge die Zuführung von Sauer- und Nährstoff zu bieten. Empfohlen wird bei Trägern von weichen Linsen eine Dauer zwischen zehn und zwölf Stunden täglich inklusive einer wöchentlichen Pause von einem Tag.